Der gute Psychologe – Noam Shpancer

Gleich vorweg: Das Thema Psychologie/Psychotherapie interessiert mich naturgemäß sehr. Ich arbeite selbst in einem psychiatrischen Krankenhaus und bin dzt in Ausbildung zur Psychotherapeutin. Fachlich gibt es an diesem Roman wenig auszusetzen. Es werden die gängigsten psychologischen Theorien gut und beispielhaft beschrieben.

Weshalb mich der Roman trotzdem nicht für sich einnehmen konnte: Leider war mir der Protagonist nicht sonderlich symphatisch. Offenbar ist der Autor kein Befürworter Freud’scher Thesen. Auch das ist für mich in Ordnung, denn auch ich kann mich mit dem Großteil der psychoanalytischen Theorien Freuds nicht identifizieren. Jedoch wird hier eine Meinung auf derart abgehobene und überhebliche Art vermittelt, dass ich mich phasenweise richtiggehend geärgert habe über die Anmaßungen, die sich der Autor hier herausnimmt.

Inhaltlich gibt der Roman auch wenig her. Im Grunde passiert nichts. Noam Shpancer hat mit „Der gute Psychologe“ seine Theorien und Erfahrungen in das durchsichtige Mäntelchen eines Romans gepackt. Wenig Spannung, wenig Tiefgang. Schade.

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