Die Wartenden

Weiß glüht Unverständnis
Frisst sich kalt in die Leiber der Wartenden

Diffuses Unbehagen – wie kalter Wind auf blanker Haut.
Wer wagt es, wahrzunehmen?

Wer sieht hin, wo es noch dunkler wird
Statt sich an blassen deutbaren Konturen in erdrückender Sicherheit zu wiegen?

Wer getraut sich, sich zu sehnen – auf das es nicht zur Sucht werde
Sehnsucht

Sie getrauen sich nicht zu hoffen
oder auch nur zu fragen: Worauf?

Jeder Versuch, zu vertehen – vergeblich
Sie wissen ja doch nicht: Was?

Vergehen ohne gegangen zu sein
Verwehen und trotzdem gefangen zu sein

Weiß glüht Unverständnis
Frisst sich kalt in die Leiber der Wartenden

– Tales

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